Hier erwartet Sie die Geschichte des Forum Vauban. Eine detailliertere Geschichte des Stadtteil Vauban finden Sie unter
www.vauban.de
| geschichte |
Im Süden Freiburgs entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Vauban-Kaserne ein neuer Stadtteil. Seit dem Herbst 1993 läuft die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Vauban, in deren Rahmen auf dem 38 ha großen Areal in insgesamt 3 Bauabschnitten bis zum Jahr 2006 Wohnraum für 5.000 Menschen sowie Misch- und Gewerbeflächen geschaffen werden.
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vor abzug der französischen streitkräfte

während des ersten bauabschnitts

der bebauungsplan

ein weiteres historisches luftbild |
| überblick |
| 1993 |
Projektstart, Ideenwettbewerb |
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Am 14. Dezember 1993 entschied der Freiburger Gemeinderat, den neuen Stadtteil Vauban zu entwickeln. Im folgenden Jahr wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt. |
| 1995 |
Start der erweiterten Bürgerbeteiligung, Beginn des Umbaus alter Kasernen |
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Der Verein Forum Vauban, der kurz zuvor gegründet worden war, wurde als offizieller Träger der erweiterten Bürgerbeteiligung anerkannt.
Das Studentenwerk Freiburg und die Selbstorganisierte Unabhängige Siedlungsinitiative SUSI beginnen mit dem Umbau von insgesamt 10 alten Mannschaftsgebäuden zu Studenten-WGs sowie zu preiswertem Wohnraum für einkommensschwächere Personen. |
| 1996 |
Das entscheidende Jahr für das Projekt "Nachhaltiger Modellstadtteil" |
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Die wichtigsten Diskussionen über den Bebauungsplan fanden in diesem Jahr statt und das Forum Vauban, das gerade sein erstes von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU gefördertes Projekt "Wissenschaftliche Begleitung der erweiterten Bürgerbeteiligung" durchführte, konnte entscheidenen Einfluss nehmen.
Die Werbekampagne "Wohnfrühling" mobilisierte die ersten zukünftigen Einwohner und die ersten Baugruppen sowie ein genossenschaftliches Wohnprojekt (später: Genova) wurden gegründet.
Freiburg-Vauban wurde als deutsches Best Practice auf der Weltsiedlungskonferenz Habitat II präsentiert. |
| 1997 |
Die Konzepte nehmen Gestalt an |
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Im vom LIFE-Programm der Europäischen Union geförderten Projekt "Realisierung des nachhaltigen Modellstadtteils Vauban" wurden die Umsetzungskonzepte in den Bereichen Mobilität, Energie und sozial-ökologisches Bauen erarbeitet und deren Verwirklichung eingeleitet.
Die ersten Baugrundstücke wurden an Baugruppen, die Genova-Wohngenossenschaft, Einzelbauleute sowie in begrenztem Maße an Bauträger vergeben. |
| 1998 |
Erster Spatenstich Neubau (Hochbau) am 3. April |
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Als erste begann die "Baugruppe 14" mit der Realisierung ihres Projektes. Viele weitere folgten, so dass der 1. Bauabschnitt bereits Ende 2000 weitgehend fertiggestellt war. |
1999 2000 |
Der "Wendepunkt" der Arbeit des Forum Vauban |
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Das EU-LIFE-Projekt wurde abgeschlossen mit der internationalen Konferenz "StadtVisionen" (UrbanVisions) in Freiburg (vorbereitendes Ereignis der Urban 21-Konferenz in Berlin), die konzeptionelle und wissenschaftliche Arbeit wurde beendet und in verschiedenen Publikationen dokumentiert.
Als neuer Arbeitsschwerpunkt nahm die Quartiers(sozial)arbeit großen Raum ein: dazu gehören die Kommunikation mit den BewohnerInnen und Bewohnern, die Initiierung und Unterstützung von Initiativen sowie die Entwicklung lebendiger Nachbarschaften. |
| 2001 |
Baubeginn im 2. Bauabschnitt |
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Auch im 2. Abschnitt entsteht wieder eine lebendige Mischung mit rund 30 Baugruppenprojekten, dem GENOVA II-Wohnprojekt sowie vielen einzelnen privaten und einigen Vorhaben von Bauträgern |
| 2002 |
Viele Menschen ziehen im 2. Bauabschnitt ein, Beginn des Umbaus von Haus 037 |
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Mitte des Jahres leben über 2700 Menschen im Quartier Vauban. Vauban ist bereits jetzt der kinderreichste Freiburger Stadtteil mit 25% der BewohnerInnen unter 18 Jahren.
Nach langem Ringen startet der Umbau von Haus 037 zum selbstverwalteten Stadtteilzentrum. |
| 2004 |
Abriß der letzten Kasernen und Bau der Straßenbahnlinie Vauban |
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Die EU treibt den Forum Vauban durch eine Rückforderung von Fördergeldern in den Bankrott
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| 2006 |
Einweihung der Strassenbahnlinie 3 Vauban am 29.4.2006 |
| 2008 |
Das Revisionsverfahren vor dem Landgericht Freiburg gegen drei ehemalige Vorstände des Forum Vauban wird gegen geringer Schuld
eingestellt. Es bleibt ein grosser Imageschaden für einen ehemals hoch gelobten und sehr erfolgreich arbeitenden Verein.
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| wie alles begann |
Der Freiburger Gemeinderat hat sich Ende 1993 für die Entwicklung eines neuen Stadtteils auf dem ehemaligen Gelände der Vaubankaserne entschieden. Dem folgten 1994 ein städtebaulicher Ideenwettbewerb und die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzeptes.
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die werbetafeln der stadt

die von eRich Lutz erstellte straßenkarte

und die ausstellung zur habitat - konferenz in istanbul |
| erweiterte bürgerbeteiligung |
Die Stadt Freiburg rief im Frühjahr 1995 ausserdem eine "erweiterte Bürgerbeteiligung" ins Leben. Wie schon zuvor im Neubaugebiet Rieselfeld sollte dieser Prozeß nicht über staatliche Stellen organisiert, sondern durch bürgerschaftliches Engagement getragen werden. Als offizieller Träger des Bürgerbeteiligungsprozesses Vauban wurde der Verein Forum Vauban e.V. anerkannt. Für die Dauer des Planungsprozesses (1995-1999) erhielt das Forum von der Stadt Freiburg eine institutionelle Förderung. Es bildeten sich mehrere offene Arbeitskreise, die sich inhaltlich mit den städtischen Planungen befaßten und Verbesserungsvorschläge entwickelten.
Über die Neubauvorhaben hinaus werden in Vauban 11 alte Kasernengebäude erhalten und nach ökologischen und sozialen Kriterien modernisiert. Das Studentenwerk Freiburg hat in 6 Gebäuden (plus 3 Neubauten) mittlerweile Wohnraum für 600 StudentInnen geschaffen. 4 Gebäude wurden durch die Selbstorganisierte Unabhängige Siedlungs-initiative ausgebaut und es wurden preisgünstig 45 Wohneinheiten für durchschnittlich je 5 Personen eingerichtet. Das 11. Gebäude wird zu einem selbstverwalteten Bürgerzentrum umgebaut.
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| wohnfrühling |
Das Forum Vauban wollte sich von Beginn an nicht auf die Organisations- und Koordinationsaufgaben beschränken, sondern dem Planungsprozeß auch inhaltliche Impulse geben. Aus diesem Anlaß wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt 1996 das Projekt "Fachliche Begleitung der erweiterten Bürgerbeteiligung" durchgeführt. Mit Hilfe von Fachleuten wurde ein Maßnahmenkatalog für einen sozial-ökologischen Modellstadtteil Vauban erarbeitet. Es wurden die Bereiche Verkehr, Bauen Energie, Natur in der Stadt, Wasser und Leben im öffentlichen Raum bearbeitet. Die Ergebnisse wurden innerhalb des Forums und mit der Stadtverwaltung diskutiert. Viele Anregungen konnten in die offizielle Planung aufgenommen werden oder werden durch private Initiativen auf Teilflächen umgesetzt.
Der zweite Schwerpunkt der Arbeit bestand 1996 darin, die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Stadtteils ausfindig zu machen. Aus diesem Grund führte das Forum gemeinsam mit der Stadt Freiburg eine Werbekampagne "Wohnfrühling in Vauban" durch, die ökologische und soziale Themen in den Vordergrund stellte.
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| habitat II |
Für die Organisation des Bürgerbeteiligungsprozesses sind die Stadt Freiburg und das Forum Vauban als deutscher "Best Practice Beitrag" für die UN-Weltsiedlungskonferenz Habitat II in Istanbul ausgewählt worden. Dies hatte u.a. zur Folge, daß auch das lokale Interesse am Projekt stark anstieg.
Im Anschluß an die erfolgreiche Wohnfrühling-Kampagne führte das Forum Informationsbörsen durch und erweiterte seinen Vereinsrundbrief zu einem zweimonatlich erscheinenden Stadtteilmagazin "vauban actuel". Unter maßgeblicher Beteiligung des Forums bildeten sich rund 15 private Baugruppen von jeweils 5-15 Familien. Baugruppen geben den zukünftigen BewohnerInnen die Möglichkeit, das neue Zuhause aktiv mitzugestalten und gleichzeitig kostengünstig zu bauen. Außerdem werden frühzeitig nachbarschaftliche Kontakte geknüpft. Das Interesse an ökologischen Themen war und ist in einzelnen Baugruppen sehr hoch. Das Forum informierte rund um das ökologische Bauen mit Hilfe von Informationsbörsen, Exkursionen sowie anderen Veranstaltungen und brachte verschiedene Publikationen zu diesem Thema heraus. In der sich regelmäßig treffenden "Baugruppenkoordination" tauschten sich VertreterInnen aus den Baugruppen und MitarbeiterInnen des Forum Vauban regelmäßig aus und unterstützten sich gegenseitig.
Darüberhinaus wurde die GENOVA Wohngenossenschaft Vauban gegründet, die nach einem kostengünstigen, ökologischen Baukonzept mit 36 Haushalten im ersten Vermarktungsabschnitt ein sozial vorbildhaftes Wohnprojekt verwirklicht hat.
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| LIFE-projekt |
LIFE-Projekt "Realisierung des nachhaltigen Modellstadtteils Vauban"
Im Sommer 1997 wurde das Projekt "Realisierung des nachhaltigen Modellstadtteils Vauban" in das LIFE-Programm der Europäischen Kommission aufgenommen. Hierdurch wurden die finanziellen Grundlagen für die weitere Ausarbeitung der einzelnen Konzepte nachhaltigen Bauens und Wohnens geschaffen. Dies gilt z.B. für den Bereich Verkehr, wo für das Umsetzungsprojekt "Wohnen ohne eigenes Auto" viele juristische und organisatorische Details zu klären waren und ein spezielles "Mobilitätspaket Vauban" entwickelt wurde. Gemeinsam mit dem Freiburger Energieversorger FEW (mittlerweise badenova) hat das Forum Vauban außerdem zwei Förderprogramme zum Bereich Energie aufgelegt.
Im April 1998 war offizieller Baubeginn im Stadtteil Vauban. Die ersten neuen Bewohner sind Ende des Jahres 1998 eingezogen. Der Arbeitsschwerpunkt des Forum Vauban verlagerte sich auf die Begleitung der Umsetzung. Die enge Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung der Stadt Freiburg wurde fortgesetzt (siehe Download "Arbeitsstrukturen"). Bei der Bürgerbeteiligung waren die Gestaltung der Wohnstraßen und der Grünflächen ein vorrangiges Thema. Während des LIFE-Projektes arbeteite das Forum mit einem zwischen 6 und 8 Mitarbeitern bestehendem Büroteam und ehrenamtlich tätigen Arbeitskreisen. Das LIFE-Projekt wurde Ende 1999 erfolgreich abgeschlossen.
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: So wurden von den rund 420 Wohneinheiten im ersten Vermarktungsabschnitt 185 in Baugruppen und 36 von der GENOVA Wohngenossenschaft Vauban realisiert. Rund 140 Haushalte beteiligten sich am Projekt "Wohnen ohne eigenes Auto". Außerdem wurden 42 Wohneinheiten in Passivhausbauweise errichtet, davon 33 im Geschoßwohnungsbau als die ersten viergeschossigen Passivhäuser in Deutschland. Darüberhinaus wurden während des LIFE-Projektes Interessenten für den zweiten VMA gewonnen, über ökologisches Bauen informiert und zu Baugruppen zusammengeführt.
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| konferenz "StadtVisionen" |
Vom 28.-31.10.1999 führten das Forum Vauban und der Internationale Rat für kommunale Umweltinitiativen (ICLEI) die Konferenz "StadtVisionen" - Nachhaltige Stadtentwicklung und neue Formen der Bürgerbeteiligung - durch. Außerdem erschienen das Buch "Nachhaltige Stadtentwicklung beginnt im Quartier" sowie die Fotobroschüre "Eine Reise durch den Modellstadtteil Vauban".
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| quartiersarbeit |
Seit Oktober 1999 ist das Forum Vauban offiziell als Träger der Quartiersarbeit anerkannt. Hierbei geht es vor allem um das Kennenlernen der Bewohnerinnen und Bewohner, die Unterstützung bei der Gründung von Nachbarschaftsinitiativen sowie das gemeinsame Engagement für soziale Einrichtungen und eine gute Infrastruktur ("Stadtteil der kurzen Wege"). Anfang 2002 erschien der erste Stadtteilführer Vauban, der 30 nichtgewerbliche Quartiersinitiativen und 65 gewerbliche Einrichtungen vorstellt. Besonders hervorzuheben sind der durch BewohnerInnen aufgebaute Quartiersladen, der Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau verkauft, sowie der wöchentlich stattfindende Bauernmarkt.
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt im Aufbau eines selbstverwalteten Bürger- und Nachbarschaftszentrums im ehemaligen Offizierskasino Haus 037. Nach längeren Diskussionen mit der Stadtverwaltung konnte eine Unterstützung aus Mitteln der Entwicklungsmaßnahme Vauban erreicht werden. Der Umbau begann im Juni 2002.
Das soziale und kulturelle Leben im neuen Stadtteil wird durch die vielen Aktivitäten der Quartiersarbeit gefördert. Neben dem alljährlichen Stadtteilfest gibt es viele weitere Events wie die Quartiersrallye "Allez Allez Vauban", das Kulturcafé, Workshops, Partys und Infoveranstaltungen.
Die Erfahrungen aus dem ersten Vermarktungsabschnitt werden für den zweiten Abschnitt (Baubeginn Frühjahr 2000) nutzbar gemacht, um auch hier soziale und ökologische Modellvorhaben anzustoßen bzw. zu ermöglichen. Es haben sich rund 30 neue Baugruppen gebildet. Voraussichtlich mehr als 50 weitere Wohneinheiten werden in fünf Passivhausprojekten errichtet. Die GENOVA Wohngenossenschaft Vauban hat zwei weitere Wohngebäude mit 40 Wohneinheiten gebaut. Das innovative Verkehrskonzept mit stellplatz- bzw. autofreiem Wohnen wird im 2. Abschnitt nahezu flächendeckend umgesetzt. Für die Umsetzungsbegleitung wurde Mitte 2001 mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ein neues Projekt gestartet, um die BewohnerInnen über das Verkehrskonzept zu informieren und ihnen bei der Organisation alternativer Moblität zur Seite zu stehen.
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diskussion mit den quartiersarbeiterinnen

martina heuer |
| dubai award |
Vauban wurde im Juni 2002 im Rahmen des Weltsiedlungspreises der Vereinten Nationen (Dubai Award 2002) als eines von 40 weltweit ausgewählten Best Practices ausgezeichnet.
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